Strahlend weiße Zähne stehen für Gesundheit und ein gepflegtes Erscheinungsbild. Kein Wunder, dass Bleaching zu den gefragtesten Leistungen in der ästhetischen Zahnmedizin gehört. Doch nicht jeder Wunsch nach helleren Zähnen lässt sich sofort erfüllen, und nicht jedes Produkt aus dem Drogeriemarkt hält, was es verspricht. Wir erklären, wie professionelles Bleaching wirklich funktioniert, wer dafür geeignet ist, was eine Behandlung ausschließt und wie der Ablauf bei uns in der Praxis aussieht.
Warum verfärben sich Zähne überhaupt?
Die natürliche Zahnfarbe wird hauptsächlich durch das Zahnbein, das sogenannte Dentin, bestimmt. Es liegt unter dem Zahnschmelz und ist bei jedem Menschen unterschiedlich hell oder dunkel. Mit zunehmendem Alter wird der Zahnschmelz dünner, das Dentin scheint stärker durch und die Zähne wirken gelblicher.
Dazu kommen äußere Einflüsse. Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein und Nikotin hinterlassen Farbpartikel an den Zahnoberflächen. Ein Teil dieser Pigmente dringt mit der Zeit in den Zahnschmelz ein und lässt sich durch normales Zähneputzen nicht mehr entfernen. Auch bestimmte Medikamente, wie Tetracyclin-Antibiotika, können zu dauerhaften Verfärbungen führen.
Whitening-Zahnpasten können oberflächliche Beläge reduzieren. Den Zahn selbst aufhellen und damit die natürliche Farbe des Dentins verändern, das gelingt nur durch ein professionelles Bleaching.
Wer ist für ein Bleaching geeignet?
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenBevor wir eine Bleaching-Behandlung durchführen, prüfen wir sorgfältig, ob die Voraussetzungen stimmen. Bleaching ist nur an gesunden Zähnen und bei gesundem Zahnfleisch sinnvoll und sicher.
Voraussetzungen für ein Bleaching:
- Kariesfreie Zähne: Bestehen Kariesstellen, kann das Bleichmittel in das Zahninnere eindringen und den Nerv reizen oder schädigen.
- Gesundes Zahnfleisch: Entzündungen oder Zahnfleischtaschen müssen vor der Behandlung therapiert werden. Wer unter Parodontitis leidet, sollte erst diese behandeln lassen.
- Keine freiliegenden Zahnhälse: Sie reagieren auf das Bleichmittel empfindlich und können durch die Behandlung stärker gereizt werden.
Was ein Bleaching ausschließt:
Füllungen, Kronen, Brücken und Veneers lassen sich durch Bleaching nicht aufhellen. Sie behalten ihre ursprüngliche Farbe. Wer viele sichtbare Restaurationen im Frontzahnbereich hat, sollte das vor der Entscheidung bedenken, da nach dem Bleaching ein Farbunterschied entstehen kann.
Auch bei aktiven Zahnerkrankungen warten wir, bis die Behandlung abgeschlossen ist. Schwangere und Stillende raten wir grundsätzlich von einem Bleaching ab, da die Auswirkungen der Wirkstoffe in dieser Phase nicht ausreichend erforscht sind.
Bei empfindlichen Zähnen ist eine individuelle Abwägung notwendig. In manchen Fällen ist Bleaching möglich, in anderen empfehlen wir zunächst eine Desensibilisierung.
In-Office-Bleaching vs. Home-Bleaching: Was ist der Unterschied?
Wer sich für eine professionelle Zahnaufhellung entscheidet, hat grundsätzlich zwei Wege. Beide führen zu einem sichtbaren Ergebnis, unterscheiden sich aber in Ablauf, Zeitaufwand und Intensität.
In-Office-Bleaching findet komplett in der Praxis statt. Wir tragen ein hochkonzentriertes Bleichgel auf die Zähne auf und aktivieren es mit einer speziellen Lampe oder Licht. Das Zahnfleisch wird vorher sorgfältig abgedeckt, damit das Gel nicht in Kontakt mit dem Weichgewebe kommt. Das Ergebnis ist unmittelbar nach der Behandlung sichtbar. Ein Termin reicht in vielen Fällen aus.
Home-Bleaching beginnt ebenfalls in der Praxis. Wir fertigen eine individuelle, passgenaue Schiene auf Basis eines Abdrucks an. Diese Schiene befüllt der Patient oder die Patientin zu Hause mit einem Bleichgel in niedrigerer Konzentration und trägt sie für einige Stunden täglich, in manchen Fällen auch über Nacht. Die Behandlungsdauer liegt in der Regel bei zwei bis drei Wochen. Das Ergebnis ist vergleichbar mit dem In-Office-Bleaching, baut sich aber schrittweise auf.
Drogerie-Produkte wie Bleaching-Streifen, Whitening-Pens oder Gele enthalten in Deutschland maximal 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und reicht für eine spürbare Aufhellung in der Praxis nicht aus. Professionelle In-Office-Bleachings arbeiten mit deutlich höheren, zahnärztlich kontrollierten Konzentrationen.
Welche Methode besser zu einer Person passt, klären wir im Beratungsgespräch. Dabei spielen Ausgangssituation, Zeitplan und persönliche Präferenz eine Rolle.
Wie läuft eine Bleaching-Behandlung bei uns ab?
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDer Ablauf folgt einem klaren Schema. Wir gehen dabei in vier Schritten vor.
Schritt 1: Beratung und Eignungsprüfung
Bevor es losgeht, schauen wir uns Zähne und Zahnfleisch genau an. Wir prüfen, ob Karies, Entzündungen oder andere Befunde vorliegen, die eine sofortige Behandlung ausschließen. Wer viele Füllungen oder Kronen im sichtbaren Bereich hat, erfährt von uns offen, ob Bleaching in diesem Fall sinnvoll ist und welches Ergebnis realistisch zu erwarten ist.
Schritt 2: Professionelle Zahnreinigung
Vor dem eigentlichen Bleaching führen wir eine professionelle Zahnreinigung durch. Beläge, Zahnstein und oberflächliche Verfärbungen werden entfernt. Das ist kein optionaler Schritt. Nur auf sauberen Zähnen kann das Bleichgel gleichmäßig in den Zahnschmelz einziehen und ein homogenes Ergebnis erzeugen.
Schritt 3: Bleaching mit Gel und Lichtaktivierung
Das Zahnfleisch wird mit einem elastischen Schutzwall abgedeckt. Danach tragen wir das Bleichgel gleichmäßig auf die Zahnoberflächen auf. Eine spezielle Lampe aktiviert den Wirkstoff und beschleunigt den Aufhellungsprozess. Das Gel wirkt etwa 15 bis 20 Minuten ein, wird abgespült und je nach gewünschtem Ergebnis wiederholt. Das Ergebnis ist sofort sichtbar.
Schritt 4: Ergebniskontrolle und Nachsorgetipps
Nach der Behandlung kontrollieren wir das Ergebnis und besprechen, wie die neue Zahnfarbe möglichst lange erhalten bleibt. Dazu gehören konkrete Hinweise zur Ernährung in den ersten 48 Stunden und zur langfristigen Zahnpflege.
Wie lange hält das Ergebnis und wie pflege ich es?
Die Haltbarkeit eines Bleachings hängt stark von den individuellen Lebensgewohnheiten ab. In der Regel bleibt das Ergebnis ein bis zwei Jahre sichtbar. Wer wenig Kaffee, Rotwein und Nikotin konsumiert und regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung kommt, kann die Wirkung deutlich verlängern.
Für die ersten 48 Stunden nach der Behandlung empfehlen wir, auf stark färbende Lebensmittel und Getränke zu verzichten. Dazu zählen Kaffee, Tee, Rotwein, Tomatensaucen, Curry und Nikotin. In diesem Zeitraum sind die Zähne besonders aufnahmefähig für Farbpigmente.
Whitening-Zahnpasten mit stark abrasiven Putzkörpern raten wir langfristig eher ab. Sie hellen nicht wirklich auf, greifen aber den Zahnschmelz an und können ihn über die Zeit empfindlicher machen. Besser: eine fluoridhaltige Standardzahnpasta und zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung.
Zusammenfassung
Bleaching ist eine sichere und effektive Methode, Zähne aufzuhellen, wenn die Voraussetzungen stimmen. Gesundes Zahnfleisch, kariesfreie Zähne und realistische Erwartungen sind die Grundlage für ein gutes Ergebnis. Füllungen und Kronen lassen sich nicht aufhellen, das gehört zur ehrlichen Aufklärung vor jeder Behandlung.
Wer sich für ein professionelles Bleaching in unserer Praxis interessiert, ist bei uns gut aufgehoben. Wir beraten individuell, prüfen die Mundgesundheit sorgfältig und besprechen gemeinsam, welche Methode zum gewünschten Ergebnis führt. Beratungstermine sind kurzfristig online buchbar.
Häufig gestellte Fragen zum Bleaching
Bei gesunden Zähnen und fachgerechter Durchführung sind keine dauerhaften Schäden zu erwarten. Temporäre Empfindlichkeit direkt nach der Behandlung ist normal und klingt in der Regel nach wenigen Tagen ab.
Das kommt auf die Ursache der Empfindlichkeit an. Wir klären das im Beratungsgespräch. In manchen Fällen ist eine vorherige Behandlung sinnvoll, in anderen lässt sich das Bleaching anpassen.
Wenn Füllungen oder Kronen im sichtbaren Frontzahnbereich vorhanden sind, besprechen wir das vor der Behandlung. Wir zeigen, welches Ergebnis realistisch ist und ob eine spätere Anpassung der Restaurationen sinnvoll wäre.
Nein. Bleaching ist eine kosmetische Leistung und wird von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Die Kosten tragen Patientinnen und Patienten vollständig selbst. Manche Zahnzusatzversicherungen erstatten einen Teil.
Eine Wiederholung ist in der Regel nach ein bis zwei Jahren möglich, wenn das Ergebnis nachgelassen hat. Häufigeres Bleaching empfehlen wir nicht, da der Zahnschmelz durch wiederholte Anwendungen belastet werden kann.
In den ersten 48 Stunden sollten stark färbende Lebensmittel und Getränke wie Kaffee, Rotwein, Tee und Tomatensaucen vermieden werden. Wasser, helle Lebensmittel und Milchprodukte sind in dieser Zeit unproblematisch.
